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Wohngeld

Gewährung von Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz für Mieter oder Eigentümer von Wohnraum in Form von Miet- oder Lastenzuschuss

Wohngeld wird zur wirtschaftlichen Sicherung eines angemessenen und familiengerechten Wohnens als Miet- oder Lastenzuschuss zu den Aufwendungen für den Wohnraum geleistet (§ 1 Wohngeldgesetz).

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und die Voraussetzungen nachweisen. Zur Antragstellung ist ein Formantrag notwendig. Wird der Antrag formlos eingereicht, so muss der Formantrag nachgereicht werden.

Ausfüllbare und mit Eingabehilfen versehene Antragsvordrucke stehen Ihnen hier zur Verfügung.

Neu ab 2. November 2016 ist die Online-Antragstellung.
Ob und in welcher Höhe Ihnen Wohngeld zusteht, hängt ab von

  • der Zahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder,
  • der Höhe des Gesamteinkommens,
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete oder Belastung, nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen.

Ihren grundsätzlichen Wohngeldanspruch können Sie sich anonymisiert mit dem Wohngeldproberechner ausrechnen lassen.

Nicht antragsberechtigt für Wohngeld sind:

  • Transferleistungsempfänger, die eine der folgenden Leistungen erhalten: 
    - Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch II
    - Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch XII
    - Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem
      Sozialgesetzbuch XII
    - Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz oder einem Gesetz,
      dass dieses für anwendbar erklärt o Leistungen nach dem
      Asylbewerberleistungsgesetz
    - Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe)
  • Allein stehende Auszubildende, die eine Ausbildung im Sinne des  Bundesausbildungs-förderungsgesetzes bzw. nach § 59 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch durchführen, und denen über andere gesetzliche Regelungen staatliche Hilfe zum Wohnen oder zum Lebens-unterhalt dem Grunde nach zustehen (Sie müssen diese Leistungen nicht tatsächlich erhalten!)

Wenn Sie und alle zu Ihrem Haushalt rechnenden Familienmitglieder eine der vorstehenden Leistungen beziehen und die Wohnkosten zusammen mit diesen Leistungen gewährt werden, besteht kein zusätzlicher Wohngeldanspruch mehr.

Ausnahmefälle:

  • Wenn ein oder mehrere Familienmitglied/er Ihres Haushalts keine der oben genannten Leistungen bezieht/beziehen, so besteht nur für diese Person/en eventuell weiterhin ein Anspruch auf Wohngeld. Nur in diesem Fall kann ein Antrag auf Wohngeld gestellt werden. 
  • Wenn Sie eine der oben genannten Leistungen erhalten können und diese Leistungen wegen der Anrechnung von vorhandenem niedrigen Einkommen geringer wäre, als ein etwaiges Wohngeld, haben Sie ein Wahlrecht, ob Sie anstelle der anderen Leistung Wohngeld in Anspruch nehmen wollen.

Notwendige Unterlagen:

Die im Formantrag gemachten Angaben, z. B. über die Miethöhe, Bruttoeinkommen sind durch geeignete Unterlagen nachzuweisen. Hierfür kommt z. B. der Mietvertrag mit dem letzten Mieterhöhungsschreiben, Verdienstbescheinigungen, Rentenbescheide oder Bescheide über Arbeitslosengeld in Betracht.

Ein Wohngeldanspruch wird individuell ermittelt. Es empfiehlt sich deshalb, im Zweifelsfall nachzufragen, welche Unterlagen im Einzelnen erforderlich sind.

Falls es Schwierigkeiten bei dem Nachweis gibt, weil z. B. Unterlagen nicht mehr vorhanden sind oder einzelne Angaben nicht bekannt sind, hält die Wohngeldstelle Vordrucke für den Arbeitgeber und den Vermieter bereit (in Form von Verdienstbescheinigungen bzw. Vermieterbescheinigungen), in denen die benötigten Angaben bestätigt werden können.


Rechtliche Grundlagen


• Wohngeldgesetz (WoGG)
• Wohngeldverordnung (WoGV)
• Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Wohngeldgesetz (WoGVwV)

Allgemeine Informationen zum Wohngeld finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 10.08.2017

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